Zitate

von M.M.

Ich mag Tiere. Wenn man mit einem Hund oder einer Katze redet, sagen sie nie, man solle den Mund halten.

Mir hat als kleines Mädchen nie jemand gesagt, ich wäre hübsch. Man sollte allen kleinen Mädchen sagen, dass sie hübsch sind, selbst wenn es nicht stimmt.

Als ich ein Kind war, schien mir die Welt oft ein trostloser Ort, aus dem ich mich gern in Spiele und Fantasien flüchtete. Das geht als Schauspielerin noch besser, aber manchmal scheint es, als ob man sich ganz und gar verflüchtigt und die Menschen einen nie mehr zurückkommen lassen.

Ich glaube, wenn man berühmt ist, wird jede Schwäche übertrieben.

Eines Tages möchte ich mein eigenes Haus mit Bäumen und Gras und Hecken rund herum haben, die ich aber dann nie beschneide - ich lasse sie einfach in alle Richtungen wachsen, wie sie wollen.

Ich fühle mich nur wohl, wenn ich nackt bin.

Jeder hat das Recht auf Selbstmord. Ich glaube nicht, dass es eine Sünde oder ein Verbrechen ist. Wer es so will, hat das Recht dazu, auch wenn es einen nicht weiterbringt.

Ich habe mir über meine Art zu gehen nie viele Gedanken gemacht. Die Leute sagen, ich schwinge und wiege die Hüften, aber ich weiß nicht, wovon sie reden. Ich gehe einfach. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie absichtlich die Hüften geschwungen, aber ständig bekomme ich Ärger mit Leuten, die dies behaupten.

Seit ich vierzehn bin, habe ich das besondere Talent, Frauen gegen mich aufzubringen. Auf Partys hat manchmal den ganzen Abend lang niemand mit mir gesprochen. Die Männer schlugen aus Angst vor ihren Frauen oder Freundinnen einen weiten Bogen um mich. Und die Damen zogen sich in eine Ecke zurück, um sich über meinen schlechten Charakter das Maul zu zerreißen.

Hollywood ist der Ort, wo sie dir tausend Dollar für einen Kuss zahlen, aber nur fünfzig Cents für deine Seele. Ich weiß das, denn ich habe das erste Angebot mehr als einmal ausgeschlagen und die Hand für die fünzig Cents aufgehalten.

über M.M.

Man wacht nicht einfach morgens auf, wäscht sich das Gesicht, kämmt sich die Haare, geht auf die Straße und sieht aus wie Marilyn Monroe. Sie kennt jeden Trick des Schönheitsgeschäfts. (Milton Greene)

Marilyn Monroe hatte etwas Außergewöhnliches an sich. Sie konnte mal ätherisch und mal wie die Kellnerin einer Imbiss Bude wirken. (Truman Capote)

Ihr größter Wunsch war es, nicht zu urteilen, sondern in einem sentimental grausamen Beruf Anerkennung zu finden, und das von Männern, die, von ihrer vollkommenen Schönheit geblendet, ihre Menschlichkeit nicht sahen. Marilyn war halb Königin, halb ausgestoßenes Kind. Manchmal lag sie vor ihrem eigenen Körper auf den Knien, und dann wieder verzweifelte sie an ihm. (Arthur Miller)

Ich denke, jeder Mann sieht etwas anderes in ihr; irgendwie verbindet sie die Dinge, die er am meisten zu brauchen scheint. (Clark Gable)

Sie wollte Jean Harlow sein. Das war ihr Ziel. Sie sagte auch immer, sie würde früh sterben, wie die Harlow. Ebenso glaubte sie, dass wie bei Jean Harlow die Männer in ihrem Leben eine Katastrophe seien. Und die Beziehung zur Mutter kam Marilyn ähnlich schwierig vor wie bei ihr. Es war, als habe sie ihr Leben nach Jean Harlows Leben ausgerichtet - ein kurzer Blitz und dann Schluss. (Amy Greene)

Sie lebte drei Meter unter Wasser... unter einer dicken Wattwand... wenn man mit einer Nadel hineinsticht, sagt es acht Tage später "Autsch". (Nunnally Johnson)

Ich glaube nicht, dass Marilyn absichtlich zu spät kommt. Sie hat einfach andere Zeitvorstellungen. Das ist alles. Ich glaube, es gibt einen kleinen Uhrmacher in Zürich in der Schweiz, der davon lebt, besondere Uhren für Marilyn herzustellen. (Billy Wilder)

Wissen sie, als ich sie kennen lernte, war ich tatsächlich von ihr angetan. Sie ist eine Laune der Natur, aber absolut kein Genie. Eine wunderschöne Irre. (Laurence Olivier)

Mit ihr zu drehen war etwa so, wie wenn man mit Lassie dreht. Man brauchte 14 Einstellungen, um eine Szene richtig hinzubekommen. (Otto Preminger)

Marilyn ist ein verträumtes Mädchen. Sie gehört zu der Sorte Mensch, die mit einem roten und einem schwarzen Schuh aufkreuzen können. (Jane Russell)

Sie fand es herrlich, wenn ich Aktaufnahmen von ihr machte. Sie hatte keine besonders große Oberweite und etwas schwere Hüften. Ihr Körper war überall mit Sommersprossen übersät, und hier und da sah man kleine Krampfadern. Sie wirkte wie das Mädchen von nebenan. (Lawrence Schiller)

Sollte Marilyn in meinen Mann verliebt sein, so zeugt das für ihren guten Geschmack. Schließlich bin ich auch in ihn verliebt. (Simone Signoret)

Sie ist wie ein kleines Kind, das mit den anderen Kindern spielen, einen Lolli lutschen und der Fahrt der Achterbahn zusehen möchte - es aber nicht darf, weil man es ihm verboten hat. Vor der Öffentlichkeit, die sie für ungeheuer sexy hält, hat Marilyn eine Heidenangst. Mein Gott, wenn die Leute das wüssten! (Allan "Whitey" Snyder)

Es war dumm von ihr, sich umzubringen... Sie hätte der erste große weibliche Regisseur werden können, denn sie wusste, wie man Filme macht. (Andy Warhol)

Es war unglaublich schwer, sie aus der Garderobe heraus und ans Set zu bekommen. Zuerst dachten wir, sie würde überhaupt niemals etwas richtig machen... Aber irgendwas spielte sich dann zwischen dem Kameraobjektiv und dem Film ab. Und wenn wir uns die Muster ansahen, hatte sie uns alle an die Wand gespielt! (Richard Widmark)

Ich habe als einziger Regisseur zwei Filme mit der Monroe gedreht. Ich finde, der Verband der Filmregisseure schuldet mir eine Tapferkeitsmedaille. (Billy Wilder)