Einer meiner besten Freunde, hat schon ein Buch veröffentlicht, das ich an dieser Stelle gerne vorstellen möchte. Leider ist es nicht mehr im Buchhandel erhältlich, aber wenn es Euch interessiert, dann mailt mir und ich leite die Mails gerne an ihn weiter, ein paar Exemplare sind noch über Marc selbst zu beziehen.

Leseprobe

Der Wissenschaftler Zacharias Thornton hat eine Maschine erfunden, die als "die Kammer" bezeichnet wird und die ihm die Möglichkeit gibt, die bisher ungenutzten Partien des menschlichen Gehirns zu aktivieren, was dem Menschen im Laufe der Evolution nicht gelungen ist. Zeugen seines Projektes, dem er den Namen "Brainwave" gegeben hat, sind des Doktors Assistentin Lydia, die Testperson Julian Greyfalk, der Journalist Samuel McGraw und der Observierer des Projektes, Major Hikes von der US-Army.

Der Auszug beginnt mit der ersten Testphase des Experiments. Die oben genannten Personen sind um die Kammer versammelt, an der Monitore angebracht sind, die einen Blick ins Innere ermöglichen. Nur Julian steht in der Kammer und ist mit diversen Geräten verbunden, die bei der Maximierung der bisher genutzten Hirnpartien helfen sollen. Thornton spricht zu allen Beteiligten.

"Meine Herrschaften, ich starte jetzt die erste Phase des Projekts 'Brainwave'."

Ein Schweigen durchzog den Raum. Die anwesenden Personen hielten kurz den Atem an, während Thornton mit seiner Hand nach einem Hebel griff und ihn langsam herunterzog, mit einem Gesichtsaus-druck, dessen Mimik zwischen unglaublichem Schmerz und sexueller Ekstase hin und her zu schwanken schien. Kurz darauf begann der Vorgang. Die Blicke lösten sich von Thorntons Hand und konzentrierten sich stattdessen auf die Monitore. Die Lichtintensität innerhalb der Kammer nahm langsam, aber stetig zu. Gleichzeitig konnte man an Julians Gesichtsausdruck erkennen, daß ihn irgendetwas zu schmerzen schien. Sams Blick fiel auf die Griffe und er konnte erkennen, wie krampfhaft Julian versuchte nicht loszulassen. Sam wandte sich an Thornton.

"Wozu das alles?"

"Was meinen Sie?" Thornton sah Sam verständnislos und gleichzeitig wütend an. Sein Tonfall geriet dementsprechend.

"Das Geräusch, das helle Licht und was auch immer mit den Griffen passiert."

Thornton rief kurz nach Lydia und starrte anschließend wieder gebannt auf den Monitor. Lydia drehte sich zu Sam um und begann mit ihrer Erklärung.

"Um seine Fähigkeiten zu maximieren, müssen wir sie vor der eigentlichen Stimulation in einem hohen Maße reizen. Die merkwürdigen Nebeneffekte, die Sie vernahmen, sind in Wirklichkeit Reize."

Sam begann zu verstehen.

"Sie meinen, das Licht reizt seine optischen Fähigkeiten während der Ton seine Akustischen reizt?"

"Exakt."

"Ich nehme an, Sie heizen die Griffe auf, um seinen Tastsinn zu reizen, aber wie machen Sie das mit den anderen Sinnen?"

"Was Sie bisher noch nicht vernommen haben, ist, daß wir ebenfalls einen sehr starken Geruch in der Kammer verbreiten. Der Geschmackssinn hingegen erschien uns zu unwichtig, als daß wir ihn maximieren müßten."

"Und die anderen Gehirnpartien, wie das Rechenzentrum oder das Zentrum für Motorik?"

"Das Zentrum für Motorik wird schon allein durch Julians Griff gereizt. Zusätzlich bewegt sich aber auch die Bodenplatte unter ihm ständig. Was das Rechenzentrum anbelangt, so sollten Sie wissen, daß wir Julian vor Eintritt in die Kammer eine zwanzigstellige Zahl haben auswendig lernen lassen. Dr. Thornton besteht darauf, daß Julian sie ihm nachher sagt."

"Und wenn Julian sie vergißt?"

"Das würde nichts ausmachen. Schon allein der Versuch, sich eine solche Zahl zu merken, reizt mehrere Partien des Gehirns mehr als genug."

"Muß Julian diese Maßnahmen jedes Mal über sich ergehen lassen?"

"Nein, nur in der ersten Phase, da wir in dieser Phase Gehirnteile maximieren, die bereits aktiv sind. Schließlich können wir nachher keine Gehirnteile reizen, die noch gar nicht benutzt werden."

Plötzlich mischte sich Thornton in ihr Gespräch ein.

"Könnten Sie bitte Ihr Gespräch einstellen. Die Prozedur kommt jetzt in die Endphase."

[...]

Sam stand frontal vor der Kammer, während sich die schwere Stahltür öffnete. Sam war ein wenig enttäuscht. Er hatte erwartet, daß Nebel aus der Kammer heraustreten würde. Das hätte dem Ganzen einen endgültig absurden Schliff gegeben. Gleichzeitig war er jedoch auf das Resultat gespannt. Julian trat mit langsamen Schritten aus der Kammer heraus. Er war weder schwach, noch sah er irgendwie erschöpft aus. Im Gegenteil. Es hatte sich kaum etwas an seinem Äußeren geändert, wenn man von seinem strahlenden Gesicht absah. Thornton ging auf ihn zu.

"Julian, wie geht es Ihnen?"

"Gut."

"Wollen Sie sich setzen?"

"Nein, ich fühle mich ausgezeichnet."

"Erstaunlich."

"Was?" Sam mischte sich ein.

"Ich hätte nicht gedacht, daß die Stimulation spurlos an ihm vorübergehen würde", erwiderte Thornton.

"Wir hatten zumindest mit einer leichten Ermattung gerechnet", warf Lydia ein.

Thornton wandte sich wieder an Julian.

"Spüren Sie irgendeine Veränderung?"

Zeitungsberichte

Alien Contact Nr.32 (1997)

"Marc Dochan schildert in seinem Debütroman die gruseligen Erlebnisse des fiktiven Pulitzer-Preisträgers Sam McGraw, der im Auftrag seines Blattes die jüngsten Forschungsarbeiten eines skurrilen Wissenschaftlers journalistisch begutachten soll. Dieser, ein Mad Scientist, wie er im Buche steht, erforscht (finanziert vom Militär, das in Gestalt des undurchsichtigen Majors Hikes immer präsent ist) die von der Evolution verschütteten Fähigkeiten des menschlichen Gehirns. Dabei geht er nicht sonderlich zimperlich mit seinen Versuchspersonen um, und so mancher landet im Kühlfach. Doch was Dr. Thornton dann tatsächlich in den verborgensten Tiefen des menschlichen Geistes aufspürt, sprengt nicht nur die Vorstellung des Offiziers und des Journalisten - es könnte die Tür zu einer anderen Welt sein.

Marc Dochans Stil prägt eine große Genauigkeit und Detailtreue, selbst bei der Schilderung kleinster und alltäglichster Handgriffe. Das streckt die Story dann auf eine Länge, die als untere Grenze zum Roman durchgehen kann, stellt aber manchmal auch Ballast in der Flüssigkeit der Handlung dar. Ansonsten kann sich der Autor (Jahrgang 1978) durchaus mit literarischen Produkten erfahrener Kollegen messen. Horror, Science Fiction und eine Prise Esoterik verklumpen nicht zu einem unappetitlichen Matsch, sondern geraten zu einer unterhaltsamen Story.

az Frankfurter Stadtillustrierte (April 97)

Die ansonsten kulturell eher ruhige Region des Taunus hat literarischen Zuwachs bekommen, seit das Erstlingswerk des gerade mal knapp volljährigen Schülers Marc Dochan auf dem Markt ist. Die Motivation zum Schreiben war wohl am ehesten "lieber Science Fiction als Hausaufgaben", und "was soll man denn bei dem Angebot hier mit seiner Freizeit sonst anfangen". Und dann bringt's vielleicht auch noch ein bißchen was ein? Zu wünschen wäre es ja, denn dann dürfte das zweite Werk, das schon in der Mache ist, sich auch als Praktikabel erweisen. "Projekt Brainwave" ist sozusagen ein "klassischer" Zukunfts-Thriller um den netterweise sympathisch gestalteten Journalisten Sam, der im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste geschickt wird, um ein dubioses wissenschaftliches Experiment zu beobachten. Eingesperrt in einen utopischen Sicherheitstrakt fightet er mit Forscher Thornton, der sich mit der Aktivierung ungenutzter Hirnkapazitäten und einer außer Kontrolle geratenen Testperson herumschlägt, einen unterschwelligen Zweikampf aus. Zum Schluß eröffnet sich eine für alle Beteiligten neue Dimension, und keiner gewinnt - keiner verliert. Ist ja fast wie im richtigen Leben und gar nicht so sehr Fiction.

Lieber Marc, wir warten auf alle Fälle schon gespannt auf Dein nächstes Buch und drücken Dir fest die Daumen, daß es bald klappt!!!!!

Nochmal zur Erinnerung: Buchwünsche per Mail werden gerne weitergeleitet!!! Die Wartezeit könnt Ihr gerne mit dem Lesen seines Gedichtes überbrücken, welches Ihr HIER findet.

Seit dem April 2004 gibt es endlich In der Tiefe des Lichts als Buch, zu bestellen bei Amazon.

 Endlich hat er auch eine eigene Homepage!

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