Ching to chia tsang!

....das heißt: "Bitte, essen Sie so viel Sie können!" Mit diesen Worten wünschen sich die Chinesen "Guten Appetit".

Die chinesische Küche weist ein ehrwürdiges Alter auf: sie ist - wie das Land selbst - nicht nur jahrhunderte - sondern jahrtausende alt und durch die Schmackhaftigkeit ihrer Erzeugnisse in der ganzen Welt berühmt. Obwohl China das Land ist, in dem der Buchdruck erfunden wurde, wurden die Rezepte der chinesischen Küche in erster Linie mündlich überliefert, also von der Mutter an die Tochter und von dieser wieder an die nächste Generation weitergegeben.

Der Chinese hat die Kunst des Kochens seit jeher gepflegt, denn er ist der geborene Feinschmecker: er huldigt dem Gaumen mehr als dem Magen und sieht Mahlzeiten nicht nur als die zum Leben notwendige Ernährung, sondern als ein Vergnügen an; er gibt dem Körper nicht einfach das, was dieser zu seinem Aufbau, seinem Bestand und seiner Gesundheit benötigt, sondern widmet der Erhöhnung des Wohlgeschmacks der einzelnen Speisen, der Verfeinerung der Tafelfreuden und der Freude am Essen größte Aufmerksamkeit. Wohl aus dieser Einstellung heraus hat sich die chinesische Küche zu einer ausgesprochenen Kochkunst, einer "Kultur der Küche" entwickelt, der keine andere Küche der Welt gleicht.

Zu diesem hochentwickelten Stand der chinesischen Küche mag jedoch auch noch ein anderer Faktor begetragen haben: China ist ein so dicht besiedeltes Land, daß es seit jeher gezwungen ist, aus dem Boden das Höchstmögliche herauszuholen und aus dem, was ihm der Boden gibt, wiederum das Beste zu machen. Der Chinese war also genötigt, eine Kochkunst zu entwickeln, die ernährungs-physiologisch gesehen wertvoll ist, gleichzeitig aber auch dem Verlangen des Gaumens nach den verschiedensten kulinarischen Genüssen entspricht. So lernte er die Kunst, aus Wenigen (nämliche aus wenigen, aber wertvollen Zutaten) sehr viel und sehr Gutes zu machen, aus den einzelnen Zutaten den natürlichen Eigengeschmack herauszulocken, ihn zu entwickeln und zu verfeinern, und ihn darüber hinaus in harmonischen Zusammenklang mit den anderen Zutaten zu bringen.

Zwischen der chinesischen und der europäischen Mahlzeit besteht ein großer Unterschied. Der Chinese kennt kein Menü, wie es dem Europäer selbstverständlich ist, mit Vorspeise, Suppe, Hauptgang, Nachtisch, Obst und Kaffee. Er hat keine Speisefolge dieser Art, sondern meint, wenn er von "Reis essen" spricht, damit eine Mahlzeit - aber "keinen Reis haben", bedeutet, mit dem Leben abschließen. Der gekochte Reis ist immer die Grundlage einer Mahlzeit, das Gericht, um das sich Suppe, Fleisch, Fisch und Gemüse als Nebengerichte, die alle zusammen aufgetragen werden, gruppieren. Höchstens große Bankette haben eine gewisse Ähnlichkeit mit der eupopäischen Speisenfolge. Eine normale Mahlzeit umfaßt etwa 6 bis 10 Einzelgerichte, bei einem Festessen werden mehr als 30 Gerichte serviert.

Warum essen die Chinesen mit Stäbchen?

Tee

Rezepte

Zutaten und Gewürze

  Home