Dunkle Engel
Dunkle Engel hielten mich gefangen
gaukelten mir Schönheit vor
alles, alles konnte ich erlangen
stand direkt vor dem off'nen Tor.
Mit schwarzen Flügeln wiegten sie mich in Sicherheit
trugen mich hoch hinauf zum Mond
in eine nie zuvor gekannte Heiterkeit
da, wo der erste aller schwarzen Engel wohnt.
Freundschaft und Liebe umtänzelten mich
ich wuchs ganz hoch hinaus
süße Jugend schlich in meine Seele sich
und auf einmal war es aus.....
Von ganz oben fiel ich tief hinab
streckt' meine Hände nach Euch aus
doch lachend seht Ihr auf mich herab
wie ich gebrochen liege auf dem gestürzten Kartenhaus.
Erklärungen, die ich versuch zu finden
werden grausam im Keim erstickt
man versucht mich an mein Wort zu binden
aus Fehlern ein einsames Gefängnis gestrickt.
Am Boden liegend spür ich den Tritt auf mir
der Sturz, der meinen Stolz gebrochen
echte Gefühle waren niemals hier
nur leere Floskeln lustlos ausgesprochen.
Süße Rache! - ich wollt ich könnt sie schwören
stattdessen hebe ich mein Haupt empor
um dem echten Leben zuzuhören
und auf einmal kommt mir vor:
Das einst so schöne Gesicht
sich häßlich nun in meinem spiegelt
ich fühle eine and're Sicht
die einmal meinen Kummer dann versiegelt.
So tief wie ich nun Leid empfinde
wird einmal Freude wiederkehren
doch Ihr, der dunklen Seite Kinder
müßt Euch gegen Eure eig'ne Grausamkeit für immer wehren.
15. Mai 2001
In Enttäuschung über Ignoranz und Hartherzigkeit geschrieben