Deng Xiaoping
Geboren am 22. August 1904 im Kreis Guang'an, Provinz Sichuan (gestorben am 19. Februar 1997); studierte in Frankreich, nahm 1934/35 am "Langen Marsch" teil; wurde 1954 Generalsekretär des ZK, 1955 Mitglied des Politbüros der KP; während der "Kulturrevolution" ab 1966 politisch geächtet; 1973 rehabilitiert, 1975 Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros, 1976 erneut amtsenthoben, 1977 abermals rehabilitiert und wieder eingesetzt. 1987 schied er aus den Parteiführungsgremien aus, um deren Verjüngung zu fördern, behielt jedoch die militärischen Ämter. - Ab 1978 wurde Deng Xiaoping zum einflußreichsten Politiker Chinas. Er betrieb die Verurteilung der Radikalen ("Viererbande") und die Rehabilitierung der Opfer der Kulturrevolution, setzte sich für einen sachlicheren Arbeitsstil der Partei ein, förderte eine pragmatischere Wirtschaftspolitik mit Öffnung nach Westen und besetzte die Spitzenpositionen in Partei und Regierung mit Personen seines Vertrauens.
(Bertelsmann Universal Lexikon, 1990)